Deep Throat

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Demostrations during the Matinee of Deep Throat

Gerard Rocco Damiano, der Regisseur des Filmes „Deep Throat“ (1972) ist verstorben, der Film der die Geschichte des Pornofilmes nachhaltig beeinflusst hat.

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Sanfermines 2008 und Splatter-Festival

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In diesen Tagen wird in Pamplona eine weitere blutige Ausgabe des Nationalen Splatterkinos gefeiert. Auf dem von Tierblut rot gefärbten Teppich defilieren die Könner mit den größten Eiern des ganzen Landes. Olé...

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Abfallhaufen Europa

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Das Entsorgungsproblem Italiens streckt sich mittleweile bis hin zum Norden aus. Seit dem ersten Mai stinkt es speziell in einer Stadt nach Scheiße: in Verona. Eine Gruppe zwanzigjähriger Neonazis, haben einen 29 Jährigen zusammengeschlagen, der langen Haare hatte und sich außerdem noch weigerte, ihnen Tabak zu geben. Nicola Tommasoli starb nach einem fünftägigen Koma im Krankenhaus. Nicola Tommasoli ist ein Opfer mehr vom Abfallhaufen Europa.

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Der Tag, an dem man nicht arbeitet…

…könnte zu den blödsinnigsten Festivitäten gehören, die es gibt. Ich meine den Tag der Arbeit, welcher wohl verdreht gefeiert wird: nämlich ohne zu arbeiten. Ich komm da nicht mehr ganz mit; als ob wir den Tag gegen Gewalt damit zubringen, mal so richtig die Frauen zu prügeln oder als ob wir an dem autofreien Tag erstmal wie eine gesengte Sau durch die Gegend heizen.

Ich überlasse Euch nun einem meiner Kollegen, einen der großen, nicht arbeitenden Labersäcke des Kinos: „the Dude“.



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Queers gibt´s hier nicht

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Die Verrückten sind wieder los in der Europäischen Kommission: Brüssel hat soeben beschlossen, einen Gesetzvorschlag doch besser wieder in die Schublade zurückzulegen, welcher Homosexuelle in europäischen Ländern vor jedweder Diskriminierung geschützt hätte. Es scheint, als ob es Homosexualität nur im Film geben darf. Im wirklichen Leben lässt man sie besser in der Schublade, … oder im Schrank.

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Die Familie Savages ist deine Familie

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Es gibt jede Menge Menschen, die haben scheinbar Angst vor dem Altern. Ich, meinerseits, denke vielmehr, dass das Alter seine guten Seiten hat. Ok, halt: ich kann nicht leugnen, dass es, wenn man ohne Windeln auskommt, noch seine eigenen Zähne besitzt, und es mit den Erektionen noch von ganz alleine klappt, durchaus ein Vorteil der Jugend ist, aber mich würde trotzdem nicht die geringste Bitterkeit ergreifen, in den frühzeitigen Ruhestand auszuscheiden. Mit 35 Jahren, beispielsweise. Ich denke, dass wäre ein gutes Alter für die Rente. Nicht unbedingt, um Zeit zu haben, den Fortgang der Baustellenarbeiten zu beobachten oder sich auf einer Bank zu sonnen (sicher ein großer Nationalsport!), aber um eine ganzen Haufen anderer Dinge zu tun.

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Taschendiebe im Europäischen Parlament

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 Dukal
(Foto: Dukal)


Brüssel macht seit Neuestem auf Retro. Während in den Schaufensterauslagen der Kleidungsboutiquen die 80ziger zu bewundern sind, ist im europäische Parlament gerade das Mittelalter in. Gerade wurde ein Report veröffentlicht, welcher zeigt, auf welch fragwürdige Weise so manche europäischen Abgeordneten mit Löhnen haushalten. Aber keine Panik, die selben haben auch beschlossen, dies nicht öffentlich zu tun. Und alles schön nach demokratischer Abstimmung. Der Richter und der Gerichtete werden wieder zur selben Person. Schicke Mode à la vintage.

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Ab zum Mars

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 Marte
Mars (Foto:Tlmelo)


Der französische Präsident (seinen Namen will ich hier lieber unerwähnt lassen, es hängt mir nämlich schon zum Hals heraus, dass er überall zu hören und zu lesen ist)hat vorgeschlagen, die Menschen auf den Mars zu schicken. Zugegeben, gar keine schlechte Idee, wenn er auch der Erste wäre, der dorthin abhaut. So dermaßen gern wie er den Hauptdarsteller gibt und ständig überall der Erste sein muss, wäre es ja auch sicher angebracht, ginge er voraus, um uns dann erzählen zu können, wie es denn dort so ist. Und dass er sich bitte bei mir melde, sobald er dort eingetroffen ist. Sie wissen schon: nur um zu wissen, ob er auch wirklich gut angekommen ist.

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Im Angebot: Geklonter Schinken zum halben Preis

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Jamon Serrano
Geklonter Schinken ?


Bald wird es wohl völlig normal sein, im Supermarktregal Angebote wie „Geräucherter Schinken von geklonten iberischen Schwein – 4 Euro pro Kilo“ zu finden. Oder aus dem Lautsprecher eine kitschige Roboterstimme sagen zu hören: „Verehrte Kunden, heute extra für Sie: feiner Schafskäse- nur von ausgewählten Klonen mit bestem DNA. Kommen Sie in unsere Klonwarenabteilung und testen sie unsere neuesten Angebote!

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Guarapo für die Menschenrechte

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Libertad de Expresión

Am Vorabend des Internationalen Tages für Menschenrechte befahlen die Castro- Brüder all diejenigen gefangen zu nehmen, die in den Strassen Habanas für die Pressefreiheit demonstrierten. Eine seltsame Art, diesen bedeutenden Feiertag zu begehen, zumal Kuba gerade an diesem Tag den Pakt zum Schutze der Menschrechte ratifizierte.

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Herzlichen Glückwunsch! Das europäische Kino hat Geburtstag!

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Wie jedes Jahr werden am ersten Dezember die Preise der Europäischen Filmakademie vergeben. Hier ein kleiner Vorgeschmack, eine Vorschau der für den Preis nominierten Filmbänder. Sicher wollen sie dann alle sehen!

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Drehbuchschreiber haben den Blues. Was ist bloß mit den Drehbuchschreibern los?

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Un moustacheGanz einfach: sie wollen mehr Geld. Ein höheres Einkommen oder, besser gesagt, einen Teil jenes Gewinnes, den die Unternehmen für andere, „nicht-herkömmliche“ Sender bekommen. Fakt ist, dass sie seit 15 Tage streiken, aber: habe sie das nicht schon seit 15 Jahren getan? Wenn man die Kinoprogramme so durchsieht, könnte man meinen, sie hingen schon seit Jahrzehnten nur über ihren Tasten, und zwar nicht unbedingt, um wirklich zu schreiben.

Oh, ich bin heute aber müde. Da adaptiere ich doch einfach einen Roman von John Grisham. Oh, heute bleibe ich lieber im Bett, weil ich so großen Liebeskummer habe. Da mach ich einfach ein Remake von „Pretty Woman“ mit Renée Zellweger. Und sicherheitshalber verkleiden wir Adam Sandler als Karotte, damit es nicht ganz so dramatisch rüberkommt. Achtung, Achtung: ich bin depressiv und somit in der Lage, mir eine der schlimmsten Naturkatastrophen auszudenken. Bei der lass ich dann Tom Cruise und Sandra Bullock mitspielen, die halbnackt vor einem Wirbelsturm davon rennen.

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Der Tschad- besser ohne Weihnachtsmann

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Tim BurtonSpanien und Frankreich kommen mit der aus der Kindesentführung resultierende Krise im Tschad nicht besonders gut klar- ist es doch auch keinem der beiden Länder bisher eingefallen, Tim Burton herzubestellen, um den Konflikt zu lösen. Ja, ja, Sie haben schon richtig gehört. Keiner der Diplomaten von Zapatero und Sarkozy ist auch nur halb so kompetent, was Entführungen angeht, wie Mister Burton. Dieser ist denn nicht nur für seine Vorliebe für Schokolade bekannt, sondern auch dafür, in seinem Film „Pesadilla antes de navidad“ (dt.: Albtraum vor Weihnachten), den Weihnachtsmann höchstpersönlich entführt zu haben, weswegen er eben nun als Experte in solcherlei Staatsangelegenheiten gilt.

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WUNDER IN EUROPA

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Magst du Kino, hast aber keine Lust mehr, dauernd den selben Film erzählt zu bekommen? Willst du auf dem laufenden sein, hast aber keine Lust mehr, die Nachrichten so zu hören als wäre es immer der selbe Film? Magst Du Kino? Magst Du Musik? Hast du keine Lust mehr auf Blogs? Dann hereinspaziert und viel Vergnügen!

Den meisten Menschen, mit welchen ich die Nachrichten bespreche, kommt das Sehen der Tagesmeldungen vor wie ein jeden Tag wachsendes Leiden. Zeitungslesen, elende Langweile. Das Ziel der Journalisten heutzutage ist die dramatische Katharsis jedes Berichtes und der Sinn für Humor ist völlig verschwunden: es gibt ihn nicht, er existiert einfach nicht. Das Ende der Welt ist schon da und es scheint, als würden wir alle zur Hölle fahren. Terroristische Attentate, unheilbare Krankheiten, Gewalt, Rassismus, Homophobie, Tsunamis und Niederlagen in der Champions League... Früher oder später erwischt das Leiden ja doch einmal jeden von uns. Zum Glück bleibt uns als Trost, dass, wenn auch viele zur Hölle fahren, diese, wie Woody Allen sagt, in verschiedene Stockwerke aufgeteilt ist, aber einzig das letzte, dort, wo es am heißesten und die Folter unerträglich ist, ist den Journalisten reserviert.

Dennoch kommt es auch auf die Brille an, durch die man guckt. Vor kurzer Zeit fand ein für Europa gewichtiges Ereignis statt, dass wir kaum wahrgenommen haben, da es keine ausreichend dramatische Nachricht war. Magdalena, das verschwunden Mädchen, dass, wie der Name schon sagt, die Welt zum Weinen brachte, war wichtiger und hörte nicht auf, Nummer eins in den Medien zu sein.

Und auf eben dieser Linie der Desinformation kamen unsere Präsidenten letzte Woche zu einer Einigung über die zukünftige Europäische Verfassung. In der Tat ist es wirklich ein Erfolg, eine Verfassung für 450 Millionen Personen zu beschließen, ohne das diese auch nur wählen können. Ich würde sagen, mehr als ein Erfolg: es ist schon fast ein Wunder, dass alle einverstanden zu sein scheinen und keiner protestierte. Doch auch wenn sie den Namen änderten, um zu kaschieren, dass sie der Bevölkerung zugehört haben (nun heißt er “Reformvertrag““), bleibt der Text in Wirklichkeit nahezu identisch mit jenem, welchen die Franzosen und die Holländer vor zweieinhalb Jahren ablehnten. Mit einem Unterschied: die europäische Charta der Menschenrechte, die anfangs eingeschlossen werden sollte, wurde herausgelassen (doch, doch, es ist fast besser die Menschen auszuschließen, sie sind ja schon so mit Magdalena beschäftigt...). Mich erinnert dieses Thema ein bisschen an die herrliche Kajütenszene aus dem Film “Eine Nacht in der Oper“ der Marx Brothers




Vielleicht bin ich ein bisschen unausgeglichen, aber besser, Sie gewöhnen sich schon einmal daran. Diese Szene scheint mir nämlich tatsächlich einiges mit der Europäischen Verfassung gemein zu haben, die wie das Gepäck ist, welches Groucho Marx kaum Luft zum Atmen lässt.

Groucho ist ein wenig wie der europäischer Staatsbürger, der friedlich in seiner kleinen Kajüte wohnt (Na los, wie die Europäer! Was für ein Zufall!) und sich auf einmal mit einem Gepäck wiederfindet, welches er nicht versteht, welches er nicht ausgesucht hat und aus welchem in einem fort Gäste herauskommen. Sein stummer und schlafwandelnder Bruder, dessen einzigste Tätigkeit darin besteht, zu stören (wie der ehemalige polnische Präsident), zwei Mädchen, die kommen, um das Bett zu machen und versuchen und das Ärgernis auszubügeln (wie die Staatsoberhäupter von Portugal und Deutschland, welche das ganze Jahr über die Diplomaten spielen mussten, um die Haltungen der anderen Staaten versöhnlich zu stimmen), ein Klempner, eine Putzfrau, zwei Kellner, bis hin zu einem ein wenig verlorenem Mädchen, das seine Tante Michealla sucht, und welche mich ein bisschen an Großbritannien erinnert, da niemand genau weiß, welche Rolle es in dem Ganzen spielt. Gemeinsamkeiten gibt es viele, man braucht nur ein wenig Phantasie.

Aber Groucho, nimmt es, wie die Europäer, mit Humor, und gibt weder die Zigarre, noch das Lächeln auf. Seine Solidarität für diese unbekannten blinden Passagiere, die plötzlich Teil seiner Kajüte sind, ist so groß, das er sogar die Maniküredame bittet, seine Fingernägel zu schneiden, weil nicht soviel Platz in dem Zimmer ist. Das Ende kennen Sie bereits. Europa platzt vor lauter Luft.

Tom Wolf
Das Wunder

Bevor er den Koffer in seine Kajüte stellt, fragt Groucho die Pagen: „Wäre es nicht einfacher, die Kajüte in den Koffer zu packen?“ Ein offenkundiges Wunder, wie es auch die Verfassung ist, die zu guter Letzt platzen wird. Obwohl das wahrhaftiges Wunder darin bestand, dass letzte Woche 200.000 Menschen friedlich in den Strassen von Lisabon wenige Meter von der Stelle entfernt, an der sich das zukünftige Europa entschied, demonstrierten, ohne dass auch nur ein einziges Nachrichtenorgan darüber informiert hätte. Dahingegen berichtete die österreichische Zeitung, „Der Standard“ (um ein Beispiel zu nennen), lieber über eine gewaltsame Demonstration von 300 Anti-Europäern, welche am gleichen Tag in Paris stattfand. Es scheint, als müsse man sich wie ein Schimpanse aufführen und öffentliche Gebäude zerstören und auf die Strasse scheißen, will man in Europa gehört werden.

Und da sind wir gerade dabei: ein Wunder zu versuchen: nämlich die 3 Prinzipien von Tome Wolfe wiederzuerlangen. Dieser Herr, mit dem Anschein eines Bestsellers der CDs in Tankstellen , war in Wirklichkeit der Vater des neuen Journalismus und sagte etwas, was nur wenige in die Tat umsetzten: informieren, unterhalten und ständig neu erfinden. Einzig, dass wir hier noch ein kleines bisschen Kunst dazu mischen. Nicht mehr und nicht weniger.

Traduktion: Teresa Bornschlegl

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